Unaufsteigbar! Herren scheitern erneut im Halbfinale

Würde man die mittlerweile zahlreichen verpassten Aufstiegschancen in eine Serie packen, hätte man wohl mittlerweile eine Staffel über die Aufstiegsplayoffs bei unseren Herren in der Halle im Kasten. Mal wieder scheiterte die Mannschaft beim Versuch zumindest das Finale zu erreichen. Hießen die Gegner in den vergangenen Jahren Roseneck und Spandau 2, war diesmal gegen die Steglitzer Reserve Endstation. Dabei waren die Voraussetzungen gar nicht mal so schlecht…

Voller Kader, Ein ordentlicher Mob eigener Fans in des Gegners Halle und professionelle Schiedsrichter. Besser kann es bei einem Verbandsligaspiel nicht werden. Gespielt wurde übrigens in leicht verändertem Modus, statt 2x 25 gab es 2×20 Minuten aufgrund Zweier möglichen Spiele an einem Tag. Entsprechend motiviert ging die Mannschaft ins Spiel. Zu Beginn versuchten unsere Jungs durch schnelles Spiel im 3er Aufbau zum Erfolg zu kommen, während STK von Anfang an mit Ruhe am Ball agierte. So entwickelte sich direkt ein sehr taktisch geprägtes Spiel. Der ersten ernsthaften Angriffsbemühung einer Chancenarmen ersten Halbzeit ging ein Solo voraus. Nach 9 gespielten Minuten ging Robin via Arjen-Robben-Move nach vorne. Sein Abschluss mit der Rückhand landete aber irgendwo zwischen der Torlatte und dem Hallendach. 2 Minuten später gab es nach einem einfachen langen Ball die linke Bande runter ebenfalls die erste Aktion des STK, aber auch hier verfehlte der Ball sein Ziel deutlich. Unsere royalen antworteten per kurzer Ecke. Via Rechtsablage hatte erneut Robin die Chance, brauchte am Ende aber zu lange um kontrolliert abschließen zu können. Mehr gab es auf beiden Seiten nicht wirklich, heraus gespielte Torabschlüsse gab es in diesem Durchgang schlicht und ergreifend nicht. Einzig Phillip und Juli hatten mit ihren Chancen eher durch Zufall noch Halbchancen.

Nach dem Seitenwechsel waren es leider die Hausherren die sich hellwach präsentierten. Unser Team fand zunächst nicht mehr statt. So ergaben sich innerhalb von 3 Minuten 3 erstklassige Chancen für Steglitz. Zunächst musste Mülli nach Fehler im Aufbau im 1-gegen-1 klären. Danach klärte er reaktionsschnell mit dem Schläger auf der Linie ehe der dritte Versuch nach einem simplen langen Ball durch die Mitte am Aussennetz scheiterte. Unsere Mannschaft versuchte sich zu sammeln doch nach 6 Minuten in dieser zweiten Halbzeit jubelte STK. Zunächst fand eine Ecke nur die Latte des Tores, ehe es nach einem Fehler beim Versuch zu klären eine Wiederholung gab. Die war dann leider drin. Unerklärlich dann aber, wie der Ball ganz 30 Sekunden später erneut in unserem Tor lag. Nachdem der Ball über die Steglitzer Torauslinie trudelte, machten eben jene Steglitzer das Spiel schnell und passten Diagonal von Kreis zu Kreis. Der direkte Schuss lies Mülli keine Chance. Ganz bittere Phase für alle die es gut mit Blau-Gelb meinten.
In der 29. Spielminute hatte Juli aus dem nichts dann die Riesenchance die Mannschaft wieder heranzubringen. Einen misslungenen Querpass zentral im Kreis der gegnerischen Verteidigung musste er direkt schießen. Allerdings war der Abschluss zu mittig. Immerhin wehrte der Torwart hoch ab, so das es immerhin noch eine Ecke gab. Aber auch dieser Schussversuch von Nico wurde vom herauslaufenden Torwart gehalten. In der Folge fiel den Jungs nicht viel ein. Die Konzentration sank, zu einfach schaffte es Steglitz in den blau-gelben Kreis. Und auch die eigenen Pässe, nun ja, fanden noch weniger ihr Ziel als zuvor. Die Strafe folgte prompt. STK im Aufbau mit zu viel Zeit und Platz, einfacher langer Pass die rechte Bande entlang, im Zentrum steht einer Blank und schon stand es 0:3. 5 Minuten vor dem Ende wechselte unsere Mannschaft den Torwart aus, mit einem sechsten Mann erhoffte man sich mehr Druck machen zu können. Nach einer weiteren guten Chance der Gastgeber gab es noch einmal eine Möglichkeit. Aber Juli vergab erneut. Im Gegenzug ließ sich unsere Verteidigung den Ball klauen und Robin musste auf der Linie mit dem Fuss klären. Da er aber nicht die Torwartrechte hatte, gab es folgerichtig Siebenmeter. Für den durfte Mülli wieder in den Kasten. Und hielt ganz stark mit der Fußspitze!
Bei noch 3 Minuten auf der Uhr hatte STK nur noch wenig Interesse das Spiel nach vorne anzutreiben und ließ Blau-Gelb spielen. Aber mehr als Ballbesitz gab es nicht. Stattdessen sorgte eine der wenigen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter für die Entscheidung. Zumindest falls da jemand noch an eine Wende gedacht hatte. An der rechten Bande wurde ein klares Ball spielen falsch gewertet, erneut ging es schnell und die unsortierte Defensive hatte wieder das Nachsehen. Klar, das Spiel war durch und aufregendes passierte nicht mehr. Das 0:4 ist vielleicht ein Tor zu hoch, aber die Niederlage geht voll und ganz in Ordnung.

Natürlich gratulieren wir dem fairen und sportlichen Sieger STK zum Sieg gegen uns und vorallem zum Aufstieg! Im Finale setzten sie sich gegen Charlottenburg 3 durch.

Wenn die Abstände in den Abwehrblöcken nicht stimmen, die Konzentration nicht Konstant hoch gehalten wird, sich zu wenige oder schlicht keine Chancen erspielt werden und die Zufallschancen dann auch noch ungenutzt bleiben, hat man es nicht verdient ins Finale einzuziehen. So nennen wir uns jetzt eben Stolz „Unaufsteigbar“! Oder „Halbfinalreservist“! Als Motto rufen wir dann Finale – nur ohne uns! 😀 Man soll ja nie seinen Humor verlieren.

Dennoch muss mal wieder der Modus angeprangert werden. Wenn die Gruppensieger verdientermaßen endlich aufsteigen würden, was angesichts bei 2 Gruppen in der darüber liegenden Liga also durchaus machbar wäre, hätten wir uns das ersparen können. Dann wären STK und SCC hochgegangen und uns wäre diese erneute Halbfinalpleite erspart geblieben.

Wer sadistisch veranlagt ist kann sich das komplette Spiel übrigens beim Youtube Acoount vom STK noch einmal ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=iyo8cng-5uQ

Wir verabschieden uns aber nicht ohne einen Dank an unsere Anhänger aus der Hallensaison 2018/2019. Es hat wie immer viel Spass gemacht mit eurer Unterstützung auf den Rängen. Die Mannschaft hat euch lautstark und mitfiebernd auf dem Spielfeld gehört. Macht weiter so!

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